Erwerbstätigkeit legt 2017 in Hessen um 1,8 Prozent zu — Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder"

Die Erwerbstätigenzahl erreichte 2017 in Hessen erneut einen Höchststand. Im Jahresdurchschnitt hatten 3,44 Millionen Personen ihren Arbeitsort in Hessen. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, entstanden im Jahresdurchschnitt 2017 rund 60 600 neue Arbeitsplätze. Dies entsprach einem Zuwachs von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich der seit über 10 Jahren andauernde Trend fort. Die Zunahme fiel im Jahr 2017 höher aus als im Jahr 2016 (plus 1,3 Prozent). Sie lag über der gesamtdeutschen Entwicklung (plus 1,5 Prozent). Im Ländervergleich verzeichneten Bayern und Berlin ein stärkeres Wachstum.

Die größte Gruppe innerhalb der Erwerbstätigen ist die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wie schon in den Vorjahren trug diese Gruppe maßgeblich zum Beschäftigungsaufbau im Jahr 2017 bei. Wichtigster Wachstumsmotor 2017 war der Dienstleistungsbereich. Hier entstanden im Vergleich zum Jahr 2016 über 53 700 neue Arbeitsplätze (plus 2,0 Prozent).

78 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen waren 2017 im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Im Einzelnen verzeichneten die Bereiche „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen“ eine Zunahme von 2,8 Prozent (19 500 Erwerbstätige), „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ eine Zunahme von 1,9 Prozent (19 000 Erwerbstätige) sowie „Handel, Verkehr, Gastgewerbe; Information“ einen Zuwachs von 1,6 Prozent (15 200 Erwerbstätige).

Im Produzierenden Gewerbe (einschl. Baugewerbe) waren rund 21 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen beschäftigt. Die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Bereich nahm im Vergleich zum Jahr 2016 um 1,2 Prozent oder 8 600 Erwerbstätige zu. Knapp 1 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen war 2017 in der „Land- und Forstwirtschaft; Fischerei“ tätig. Im Vergleich zum Vorjahr sank hier die Zahl der Erwerbstätigen um 6,1 Prozent oder rund 1700 Personen.

Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter http://www.aketr.de/ abgerufen werden.

Methodischer Hinweis

Bei den hier vorgelegten Länderergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 02.01.2018 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Grundlage bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen des Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen. Als erwerbstätig gilt demnach, wer eine auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit ausübt – unabhängig von der Dauer.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de