Aufkommen der Haushaltsabfälle 2016 weitgehend unverändert

Im Jahr 2016 fielen in Hessen 2,9 Millionen Tonnen Abfälle aus privaten Haushalten an. Das waren 70 000 Tonnen (plus 2,5 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor, teilt das Hessische Statistische Landesamt mit. Im Durchschnitt verursachte im Jahr 2016 jede Einwohnerin und jeder Einwohner in Hessen 470 Kilogramm Abfälle.

Die Zunahme der Haushaltsabfälle war im Vergleich zu früheren Jahren gering und ging hauptsächlich auf einen höheren Anfall an Bioabfällen zurück. Deren Menge stieg um 58 900 Tonnen (plus 7,4 Prozent) auf insgesamt 860 200 Tonnen. Das waren im Durchschnitt 139 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner (plus 9 Kilogramm). Zwei Ursachen waren wesentlich für dieses Plus: Die Akzeptanz der Biotonne in der Bevölkerung stieg weiter und die Wachstumsbedingungen für die Vegetation in Gärten und Grünanlagen waren besser als im regenarmen Jahr 2015.

Die Menge des über die Restmülltonne erfassten Hausmülls (942 800 Tonnen) entsprach dem Vorjahreswert. Je Einwohnerin und Einwohner waren das 153 Kilogramm. Das Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen erreichte 925 100 Tonnen (plus 0,8 Prozent), das Aufkommen an Sperrmüll 171 500 Tonnen (plus 1,8 Prozent). Die Pro-Kopf-Werte lagen mit 150 Kilogramm bzw. 28 Kilogramm jeweils 1 Kilogramm über dem Vorjahreswert.

Weitere Ergebnisse zu Siedlungsabfällen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Hessen sowie deren Verwertungs- und Entsorgungswege sind in der Abfallmengenbilanz des Landes Hessen 2016 veröffentlicht. Die Abfallmengenbilanz stellt das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Download bereit.

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