Hessische Industrie im August 2017 — Durchweg positive Entwicklung der Konjunkturindikatoren

Im Verarbeitenden Gewerbe in Hessen nahmen im August 2017 sowohl der Umsatz als auch die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zu. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren auch die Auftragsbücher der Betriebe besser gefüllt als noch im August 2016.

Umsatz

Mit etwa 8,6 Milliarden Euro konnte die hessische Industrie ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent steigern. Besonders dynamisch zeigte sich hier der Binnenmarkt. Im Inland setzten die Betriebe 6,6 Prozent mehr um als im August 2016. Die Erlöse im Ausland stiegen mit einem Plus von 3,5 Prozent etwas verhaltener. Dabei entwickelten sich die Verkäufe in die Länder außerhalb der Eurozone mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent überdurchschnittlich. Die Umsätze innerhalb der Eurozone stagnierten hingegen (plus 0,1 Prozent).

Unter den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes in Hessen lagen erneut die Kfz-Hersteller an der Spitze der Rangliste. Sie verbuchten im August ein Umsatzplus von 28,4 Prozent. Ebenfalls deutliche Steigerungen vermeldeten die Hersteller von Metallerzeugnissen (plus 14,2 Prozent) sowie von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 7,1 Prozent). Umsatzrückgänge verzeichnete dagegen insbesondere die Pharmabranche (minus 20,5 Prozent).

Auftragseingänge

Die Entwicklung der preisbereinigten Auftragseingänge lässt mit einem kräftigen Plus von 10,3 Prozent auf einen positiven Verlauf des letzten Jahresdrittels hoffen. Dabei war vor allem die äußerst dynamische Binnennachfrage (plus 16,3 Prozent) für die deutliche Steigerung maßgebend. Die Bestellungen aus dem Ausland legten mit einem Plus von 5,9 Prozent dagegen etwas moderater zu.

Beschäftigung

Wie bereits in den Vormonaten wurde auch im August 2017 die Beschäftigung in der hessischen Industrie ausgebaut (plus 1,4 Prozent). Insgesamt standen knapp 368 500 Personen bei den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes in Lohn und Brot. Besonders groß waren die Zuwächse der Belegschaft im Maschinenbau (plus 2,2 Prozent).

Alle Werte beziehen sich auf Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen.

PM
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