Autobauer: Auch 2016 die größte Branche der hessischen Industrie

Zur Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main beleuchtet das Hessische Statistische Landesamt die Bedeutung der Kfz-Branche in Hessen näher.

Im Jahr 2016 verzeichneten die hessischen Autobauer einen Umsatz von rund 16,0 Milliarden Euro. Dieser wurde etwa zur Hälfte im Inland (7,8 Milliarden Euro) und im Ausland (8,1 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Insgesamt waren die Kfz-Hersteller für 14,5 Prozent der Erlöse im gesamten Verarbeitenden Gewerbe verantwortlich – mehr als jede andere Branche. Umsätze in vergleichbarer Höhe erreichte die Chemieindustrie (14,3 Milliarden Euro bzw. 13,0 Prozent).

Auch bei der Zahl der Beschäftigten nahmen die Kfz-Hersteller in Hessen 2016 die Spitzenposition ein. 13,1 Prozent aller Personen in der Industrie arbeiteten in der Autoproduktion. Insgesamt standen dort knapp 53 200 Beschäftigte auf den Lohnlisten. Deutlich weniger Personen waren in den ebenfalls starken Bereichen Maschinenbau (44 900) und Chemie (37 700) beschäftigt.

In den vergangenen beiden Jahren mussten die Kfz-Produzenten in Hessen jedoch überdurchschnittliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Während die Erlöse im gesamten Verarbeitenden Gewerbe um 1,6 Prozent (2015) bzw. 0,5 Prozent (2016) zurückgingen, sank der Umsatz der Autobauer um 4,3 Prozent (2015) bzw. 3,6 Prozent (2016). Die Zahl der Beschäftigten wurde bei den Kfz-Herstellern dagegen überdurchschnittlich ausgebaut. In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Größe der Belegschaft um 3,3 Prozent bzw. 1,1 Prozent zu. Die hessische Industrie insgesamt verzeichnete 2015 einen Rückgang der Beschäftigung um 0,5 Prozent. 2016 wuchs die Beschäftigung um 0,4 Prozent.

Alle Werte beziehen sich auf Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

PM
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