Geleistete Arbeitsstunden in den Regionen Hessens 2015

Die Zahl der jährlich durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen ging zwischen 2000 und 2015 in allen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen zurück. Den geringsten Rückgang verzeichnete der Landkreis Kassel (minus 4,0 Prozent), gefolgt vom Hochtaunuskreis (minus 4,4 Prozent). Die höchsten Rückgänge waren im Odenwaldkreis (minus 8,7 Prozent) und im Werra-Meißner-Kreis (minus 8,2 Prozent) zu verzeichnen, teilt das Hessische Statistische Landesamt mit.

Die Summe der von allen Erwerbstätigen zusammen geleisteten Stunden nahm in 12 der 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu. Die größte Zunahme verzeichnete der Hochtaunuskreis (9,8 Prozent) gefolgt vom Landkreis Fulda (7,9 Prozent). Den größten Verlust  verbuchte der Werra-Meißner-Kreis (minus 19,4 Prozent) gefolgt von Offenbach am Main (minus 8,4 Prozent).

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum in 22 Regionen Hessens an. Das größte Wachstum notierte der Landkreis Darmstadt-Dieburg (15,3 Prozent) gefolgt vom Hochtaunuskreis (14,8 Prozent). Den stärksten Rückgang gab es im Werra-Meißner-Kreis mit minus 12,2 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgte der Landkreis Groß-Gerau (minus 3,3 Prozent).

Im Jahr 2015 leisteten die Erwerbstätigen in Hessen 4,55 Milliarden Arbeitsstunden. Gegenüber dem Jahr 2000 (4,53 Milliarden Arbeitsstunden) blieb diese Zahl nahezu unverändert. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Erwerbstätigen von 3,12 Millionen um 218 200 auf 3,34 Millionen Personen. Der wesentliche Grund für die unterschiedliche Entwicklung von Stunden- und Kopfzahl ist die Zunahme der Teilzeitarbeit. Daraus ergibt sich für die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen ein Rückgang um 6,1 Prozent von 1453 Stunden im Jahr 2000 auf 1365 Stunden im Jahr 2015.

Methodischer Hinweis

Bei den hier vorgelegten Länderergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 18. August 2016 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung des Berichtsjahres 2015 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse für die Jahre 2012, 2013 und 2014 überarbeitet.

Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamte, Richterinnen und Richter, marginal Beschäftigte und Soldatinnen und Soldaten) oder als Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise der Jahresurlaub, die Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Selbstständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.

Weitergehende Informationen sowie die Gemeinschaftsveröffentlichung „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2015“ sind unter www.aketr.de zu finden.

PM
Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de