Zuwachs beim Gesundheitspersonal in allen 16 Ländern des Bundes

Ein Zuwachs beim Gesundheitspersonal war zum Jahresende 2015 gegenüber dem Vorjahr in allen Ländern des Bundes zu verzeichnen. Die Veränderungsraten lagen in einer Bandbreite von 0,5 Prozent im Saarland bis 2,7 Prozent in Brandenburg, wie die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) mitteilt. Im Durchschnitt aller Länder stieg die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um 2,1 Prozent. Damit setzte sich der positive Beschäftigungstrend im Gesundheitswesen der letzten Jahre weiterhin fort.

Von den bundesweit insgesamt rund 5 333 000 Beschäftigten im Gesundheitswesen waren zum Jahresende 2015 mehr als ein Fünftel bzw. 1 129 800 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen tätig. Im Unterschied dazu lag der Anteil von Bremen mit 48 200 Beschäftigten bei 0,9 Prozent.

Drei Viertel des Gesundheitspersonals wurden in ambulanten sowie stationären und teilstationären Einrichtungen gezählt.

Bezogen auf die Einwohnerzahl wurde mit knapp 56 Beschäftigten je 1000 Einwohner für 2015 der kleinste Wert in Brandenburg ermittelt, während in Hamburg mehr als 75 Beschäftigte auf 1000 Einwohner entfielen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Stadtstaaten die Umlandregionen mitversorgen.

Der Anteil des weiblichen Gesundheitspersonals in den Ländern variierte zum Jahresende 2015 zwischen 71,0 Prozent in Hamburg und jeweils 79,5 Prozent in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Bundesdurchschnitt lag dieser bei 75,8 Prozent.

Die AG GGRdL veröffentlicht erstmals für alle 16 Ländern des Bundes miteinander vergleichbare Ergebnisse zum Gesundheitspersonal, die für die Jahre 2008 bis 2015 auf der Homepage der AG GGRdL abrufbar sind.

Hinweise

Dargestellt wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen werden mehrfach gezählt.

Die hier verwendete Definition des Gesundheitswesens entspricht dem System of Health Accounts und unterscheidet sich vom Wirtschaftsbereich "Gesundheitswesen" gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Sanyel Arikan
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