Blitz-Marathon am 19. April — Ein Drittel aller Verkehrstoten 2016 starb wegen nicht angepasster Geschwindigkeit

Im Jahr 2016 starben 231 Menschen bei Unfällen im hessischen Straßenverkehr. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 11 Getötete oder 4,5 Prozent weniger als im Jahr 2015 (242 Getötete). Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den drittniedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich um 28 Personen oder 0,6 Prozent auf 4777, die der Leichtverletzten sank um 71 Personen oder 0,3 Prozent auf 23 286. 

76 bzw. 32,9 Prozent der Getöteten verloren ihr Leben wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Davon starben 21 Personen wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und 55 Personen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. 64 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer starben außerhalb und 12 innerhalb geschlossener Ortschaften.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt verunglückten 24,6 Prozent der 4777 Schwerverletzten und 14,4 Prozent der 23 286 Leichtverletzten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit.

Diese Ergebnisse basieren auf den Meldungen der hessischen Polizei. Ergebnisse in fachlicher und regional tiefer gegliederter Form können dem Statistischen Bericht "Straßenverkehrsunfälle in Hessen 2016" entnommen werden.

Die angehängte Grafik bildet die Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten von 1950 bis 2016 ab. Eingezeichnet ist zudem die Einführung einiger Verkehrsregeln, die das Fahrverhalten beeinflusst oder den passiven Schutz der Verkehrtsteilnehmer erhöht haben – z. B. Höchstgeschwindigkeiten, Promille-Höchstgrenzen oder Gurtanlegepflicht.

Verkehrstote Statistik Hessen
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