Hessische Industrie im Februar 2017 — Auftragseingänge und Umsatz rückläufig, Beschäftigung im Plus

Im Februar 2017 verfehlten die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe in Hessen die "Vorgaben" aus dem Vorjahresmonat deutlich. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, trübten sich auch die Aussichten angesichts verringerter Auftragseingänge ein. Dagegen wurde die Zahl der Beschäftigten weiter ausgebaut.

Umsatz

Die Betriebe der hessischen Industrie setzten im Februar 2017 mit 8,6 Milliarden Euro etwa 2,5 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Sowohl die Verkaufserlöse im Inland (minus 3,6 Prozent) als auch im Ausland (minus 1,6 Prozent) gingen dabei zurück. Im Vergleich zum Umsatz mit den Ländern der Eurozone, der um 8,9 Prozent schwächer ausfiel, konnten die Verkaufserlöse in den Nicht-Euro-Ländern um 4,8 Prozent gesteigert werden.

In den wichtigsten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelten sich die Umsätze durchweg negativ. Den größten Rückgang verzeichneten die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 27,4 Prozent) sowie von elektrischen Ausrüstungen (minus 11,6 Prozent).

Beschäftigung

Die hessische Industrie beschäftigte im Februar 2017 etwa 362 100 Personen und damit 0,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ausgebaut wurde die Beschäftigung besonders in der Pharmabranche (plus 1,0 Prozent). Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen dagegen reduzierten ihre Belegschaft um 3,8 Prozent.

Auftragseingänge

Die preisbereinigten Auftragseingänge der hessischen Industrie-Betriebe gingen im Februar 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,8 Prozent zurück. Dabei sank die Auslandsnachfrage (minus 7,6 Prozent) deutlicher als die Neuaufträge im Inland (minus 3,3 Prozent).

Alle Werte beziehen sich auf Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen.

PM
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