Nominallöhne in Hessen um 2,2 Prozent gestiegen — Beschäftigten bleibt ein reales Lohnplus von 1,8 Prozent

Der Nominallohnindex in Hessen stieg im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent, wie das Hessische Statistische Landesamt auf Grundlage der Vierteljährlichen Verdiensterhebung mitteilt. Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste (inklusive Sonderzahlungen) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ab.

Nach Abzug des Kaufkraftverlustes durch den Anstieg der Verbraucherpreise (plus 0,4 Prozent) blieb den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein durchschnittliches reales Lohnplus von 1,8 Prozent. In Hessen ist der Reallohnindex das vierte Jahr in Folge angestiegen. Der Reallohnindex stellt die Veränderung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber und gibt somit einen Hinweis auf die Entwicklung der realen Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Im Jahr 2015 waren die Nominallöhne um 2,1 Prozent gestiegen. Dem stand ein Anstieg des Verbraucherpreisindex von 0,2 Prozent gegenüber, sodass der Reallohnindex um 1,9 Prozent gegenüber 2014 gestiegen war.

Wie bereits im Vorjahr waren auch im Jahr 2016 die nominalen Lohnzuwächse für ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (plus 4,5 Prozent) überdurchschnittlich stark im Vergleich zu den übrigen Beschäftigtengruppen. Des Weiteren fiel der Verdienstzuwachs für Teilzeitbeschäftigte mit 3,1 Prozent überdurchschnittlich hoch aus, während Vollzeitbeschäftigte 2,1 Prozent mehr verdienten. Bei den Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe lagen die durchschnittlichen Nominallohnzuwächse mit 2,1 Prozent etwas niedriger als im Dienstleistungsbereich; dort erhöhten sich die Nominallöhne für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 2,3 Prozent.

Gegen Ende 2016 haben die gestiegenen Verbraucherpreise den Reallohnzuwachs abgeschwächt: So führte der Anstieg der Verbraucherpreise um 1,1 Prozent im vierten Quartal 2016 bei einem nominalen Verdienstanstieg von 1,7 Prozent nur noch zu einem realen Verdienstzuwachs in Höhe von 0,5 Prozent.

Methodische Hinweise:

Die Vierteljährliche Verdiensterhebung ist eine repräsentative Stichprobenerhebung und umfasst Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs. Kleinere Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten werden in der Regel (bis auf wenige Branchen des Dienstleistungsbereichs) nicht befragt.

Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

PM
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