Erneut mehr Studierende mit Deutschlandstipendium

Im vergangenen Jahr erhielten insgesamt 2460 Studierende hessischer Hochschulen ein Deutschlandstipendium. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, erhöhte sich die Zahl gegenüber 2015 um 120 oder 5 Prozent. Damit setzte sich der Trend steigender Gefördertenzahlen fort. Allerdings nahmen die Zuwachsraten in den letzten Jahren stetig ab und sie sind auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den ersten Jahren des 2011 eingeführten Deutschlandstipendiums.

Mit 1940 waren fast vier Fünftel der Stipendiatinnen und Stipendiaten an einer Universität eingeschrieben. An einer Fachhochschule studierten knapp 450 oder 18 Prozent der Geförderten. An den Theologischen Hochschulen und den Kunsthochschulen erhielten insgesamt 76 Studierende ein Deutschlandstipendium. Im Jahr 2016 boten 24 hessische Hochschulen ihren Studierenden die Möglichkeit einer Förderung nach dem Deutschlandstipendium an. 

Die meisten Stipendiatinnen und Stipendiaten studierten ein Fach aus der Gruppe "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften". Mit 800 war fast ein Drittel der Geförderten in einem entsprechenden Studiengang eingeschrieben. Einen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang belegten 740 bzw. 30 Prozent der Geförderten. Mit großem Abstand folgten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in einem mathematisch-naturwissenschaftlichen (400 bzw. 16 Prozent) oder geisteswissenschaftlichen Studiengang (250 bzw. 10 Prozent). Insgesamt 270 Geförderte studierten ein Fach aus den Bereichen Sport, Medizin, Kunst oder Agrarwissenschaften.  

Mit dem Deutschlandstipendium werden begabte und leistungsstarke Studierende an den staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland gefördert. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten einkommensunabhängig monatlich einen Betrag von 300 Euro. Eine Hälfte der Fördermittel kommt von privaten Förderern und der Bund finanziert die andere Hälfte mit öffentlichen Mitteln. Im Jahr 2016 steuerten die privaten Mittelgeber in Hessen 2,4 Millionen Euro zur Finanzierung der Förderung bei. Im Vergleich zu 2015 stieg die Summe um 200 000 Euro oder 9 Prozent an. Auch hier wurde ein Höchststand erreicht. Mit über 980 000 Euro kamen knapp 41 Prozent dieser Mittel von juristischen Personen des privaten Rechts. Kapitalgesellschaften steuerten mit 970 000 Euro oder 40 Prozent fast ebenso viele Mittel bei. Die Summe, die von Privatpersonen und Einzelunternehmen aufgebracht wurde, lag mit einem Anteil von 11,6 Prozent bei 280 000 Euro. Weitere Mittelgeber waren Personengesellschaften (131 600 Euro) und juristische Personen des öffentlichen Rechts (49 000 Euro).

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