Erwerbstätigkeit in Hessen im ersten Quartal 2021

Im ersten Quartal 2021 hat es insgesamt 3,46 Millionen Erwerbstätige in Hessen gegeben. Verglichen mit dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang von 1,7 Prozent. Maßgeblicher Hintergrund für diese Entwicklung war die Corona-Pandemie. Gegenüber dem vierten Quartal 2020 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,0 Prozent ab.

In Hessen sind im ersten Quartal 2021 3,46 Millionen Personen erwerbstätig gewesen. Das waren – maßgeblich beeinflusst durch die Corona-Pandemie – 60 160 Personen oder 1,7 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, lag der prozentuale Rückgang in Hessen somit etwas über dem des Bundes (minus 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020, in dem die Corona-Pandemie erstmals Auswirkungen zeigte, war die Erwerbstätigenzahl in Hessen noch um 0,5 Prozent gestiegen, im ersten Quartal 2019 um 1,1 Prozent.

Der übliche Rückgang der Erwerbstätigenzahl im ersten Quartal eines Jahres gegenüber dem Vorquartal fiel 2021 in Hessen mit einem Minus von 1,0 Prozent (Deutschland: minus 1,1 Prozent) stärker aus als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie. Im ersten Quartal dieser Jahre hatte die Abnahme in Hessen durchschnittlich 0,7 Prozent (Deutschland: 0,8 Prozent) betragen.

Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen

Die Erwerbstätigenzahl im Dienstleistungsbereich nahm im ersten Quartal 2021 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Darunter verzeichnete der Teilbereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe; Information und Kommunikation“ mit einem Rückgang von 3,7 Prozent das größte Minus. Im Baugewerbe erhöhte sich entgegen der allgemeinen Entwicklung die Zahl der Erwerbstätigen um 1,5 Prozent. Das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete einen Rückgang von 2,6 Prozent. Im Wirtschaftsbereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ ging die Erwerbstätigenzahl um 5,3 Prozent zurück.

Für die Gruppe der ausschließlich geringfügig Beschäftigten besteht keine Möglichkeit zur Kurzarbeit. Auf sie war ein großer Teil des gesamtwirtschaftlichen Rückgangs gegenüber dem Vorjahresquartal zurückzuführen.

Zur Information: Kurzarbeitende werden gemäß der international gültigen Regeln zu den Erwerbstätigen gezählt.

Hinweis:

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 18. Mai 2021 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das erste Quartal 2021 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Quartale des Jahres 2020 überarbeitet. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit finden Sie auf der Fachseite des Hessischen Statistischen Landesamtes sowie auf der Internetseite des AK ETR.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Mario Tränkle
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de