Rückläufige Erwerbstätigkeit in allen Bundesländern auch im ersten Quartal 2021

Wie seit dem zweiten Quartal 2020 ist auch im ersten Quartal dieses Jahres die Zahl der Erwerbstätigen in allen Ländern der Bundesrepublik gesunken. Dabei reichten die Veränderungsraten von minus 2,5 Prozent im Saarland bis minus 1,1 Prozent in Schleswig-Holstein.

Maßgeblich beeinflusst durch die Corona-Pandemie ist die Erwerbstätigenzahl im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal in allen Ländern zurückgegangen. Die Veränderungsraten lagen zwischen minus 2,5 Prozent im Saarland und minus 1,1 Prozent in Schleswig-Holstein. Im deutschlandweiten Durchschnitt nahm die Erwerbstätigenzahl um 1,6 Prozent ab.

Wie der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, sank die Zahl der Erwerbstätigen in den westdeutschen Ländern (ohne Berlin) im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6 Prozent. 2020 hatte es dort im ersten Quartal noch einen Zuwachs von 0,3 Prozent gegeben. In den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) ging die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5 Prozent zurück. Im ersten Quartal 2020 hatte sie dort um 0,1 Prozent abgenommen. Berlin verzeichnete im ersten Quartal 2021 einen Rückgang von 1,4 Prozent. Im Vergleichsquartal 2020 war die Zahl der Erwerbstätigen im Stadtstaat noch um 1,6 Prozent gestiegen.

Im ersten Quartal 2021 hatten im Durchschnitt 36,45 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in den westdeutschen Ländern (ohne Berlin). Der Anteil der westdeutschen Länder (ohne Berlin) an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland betrug damit 82,2 Prozent. In den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) waren 5,86 Millionen Menschen erwerbstätig (13,2 Prozent). 2,05 Millionen oder 4,6 Prozent aller Erwerbstätigen hatten ihren Arbeitsplatz in Berlin.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 18. Mai 2021 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das erste Quartal 2021 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Quartale des Jahres 2020 überarbeitet. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können Sie auch auf der Internetseite des AK ETR abrufen.


Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.
 

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Mario Tränkle
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de