Erwerbstätigenzahl im Bundesdurchschnitt erstmals wieder auf Vorkrisenniveau

Im ersten Quartal 2022 sind 45,14 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig gewesen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg ihre Zahl in allen Ländern der Bundesrepublik an. Deutschlandweit nahm die Erwerbstätigenzahl durchschnittlich um 1,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2021 zu und erreichte erstmals wieder das Vorkrisenniveau von 2019. Sachsen-Anhalt wies dabei mit 0,6 Prozent den geringsten Anstieg auf, das größte Plus gab es in Berlin mit 3,6 Prozent.

Die Erwerbstätigenzahl ist im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal in allen Ländern der Bundesrepublik gestiegen. Die Veränderungsraten lagen zwischen 0,6 Prozent in Sachsen-Anhalt und 3,6 Prozent in Berlin. Im deutschlandweiten Durchschnitt nahm die Erwerbstätigenzahl um 1,5 Prozent zu.

Erwerbstätigkeit über Vorkrisenniveau

Vergleicht man die aktuellen Erwerbstätigenzahlen mit dem ersten Quartal 2019 – also dem Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie –, so wurde das Vorkrisenniveau im bundesweiten Durchschnitt wieder erreicht (plus 0,5 Prozent). Das Saarland und Thüringen blieben hierbei mit jeweils 1,9 Prozent am deutlichsten unterhalb des Vorkrisenniveaus, während Berlin 3,9 Prozent darüber lag.

Großraumregionen im Vergleich

Wie der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, stieg die Zahl der Erwerbstätigen in den westdeutschen Ländern (ohne Berlin) im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent und in den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) um 0,9 Prozent. Im Jahr 2021 waren die Erwerbstätigenzahlen in den westdeutschen und ostdeutschen Ländern (jeweils ohne Berlin) im ersten Quartal um 1,5 bzw. 1,4 Prozent geringer als 2020. Berlin wies im ersten Quartal 2022 einen Zuwachs von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf. Im ersten Quartal 2021 war im Stadtstaat noch eine Abnahme von 1,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020 zu verzeichnen.

Im ersten Quartal 2022 waren im Durchschnitt insgesamt 45,14 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Davon hatten 37,08 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in den westdeutschen Ländern (ohne Berlin). Der Anteil der westdeutschen Länder (ohne Berlin) an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland betrug damit 82,1 Prozent. In den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) waren 5,93 Millionen Menschen erwerbstätig (13,1 Prozent). 2,13 Millionen oder 4,7 Prozent aller Erwerbstätigen hatten ihren Arbeitsplatz in Berlin.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts von Mai 2022 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das erste Quartal 2022 wurden auch die bisher veröffentlichten Quartalsergebnisse des Jahres 2021 überarbeitet. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit finden Sie auf der Internetseite des AK ETR sowie auf der Fachseite des Hessischen Statistischen Landesamts. Dort zeigt u. a. eine Infografik die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den Ländern der Bundesrepublik im ersten Quartal 2022.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Mario Tränkle
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de