Erwerbstätigkeit in Deutschland im Jahr 2019

Die Erwerbstätigenzahlen aus dem Jahr 2019 zeigen: Der Arbeitsmarkt hatte bereits vor Beginn der Corona-Pandemie merklich an Dynamik verloren. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2019 zwar in 310 der 401 deutschen Regionen. Der Anteil der Landkreise bzw. kreisfreien Städte, die im Jahr 2019 einen Erwerbstätigenzuwachs verzeichnen konnten, ging im Vorjahresvergleich allerdings um 11 Prozentpunkte zurück.

Im Jahr 2019 wiesen 310 der 401 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands eine Zunahme der Erwerbstätigenzahl gegenüber 2018 auf. Wie der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2019 in 77 Prozent der Regionen an. Im Jahr 2018 konnten noch 88 Prozent aller deutschen Regionen einen Zuwachs der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Die Grafik zeigt die Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen nach Landkreisen und kreisfreien Städten in der BRD 2019 im Vergleich zum Vorjahr.

Wirtschaftsbereiche

Die Zahl der Erwerbstätigen entwickelte sich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Im Dienstleistungsbereich konnten die meisten Regionen einen Anstieg verzeichnen: Hier nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2019 in 79 Prozent der Regionen zu (2018: 84 Prozent). Auch im Produzierenden Gewerbe war die Entwicklung der Erwerbstätigenzahl mit einem Anteil von 68 Prozent der Regionen überwiegend positiv (2018: 83 Prozent). Im Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ konnten nur 30 Prozent der Regionen einen Erwerbstätigenzuwachs verzeichnen (2018: 32 Prozent).

Stellungen im Beruf

Die Erwerbstätigen setzen sich aus den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie den Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen zusammen. Bei der Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verzeichneten 84 Prozent aller Regionen einen Zuwachs (2018: 91 Prozent). Die Anzahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen war hingegen in 97 Prozent der Regionen rückläufig (2018: 91 Prozent).

Hinweis

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 18. August 2020 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können Sie auch auf der Internetseite des AK ETR abrufen.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Mario Tränkle
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de