Knapp ein Fünftel weniger ausländische Erstsemester aus dem Ausland an hessischen Hochschulen

Die hessischen Hochschulen haben für das Studienjahr 2020 weniger Studienanfängerinnen und -anfänger gemeldet. Ihre Anzahl nahm gegenüber 2019 um 3,4 Prozent ab. Die Zahl der ausländischen Erstsemester, die ihre Studienberechtigung im Ausland erworben haben, ging um fast ein Fünftel (18,7 Prozent) zurück. Die Zahl der deutschen Studierenden im ersten Semester blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

KORRIGIERTE PRESSEMITTEILUNG: Wir bitten um Beachtung, dass es sich bei dem Rückgang der ausländischen Erstsemester um 18,7 Prozent lediglich um die ausländischen Erstsemester handelt, die ihre Studienberechtigung im Ausland erworben haben (Bildungsausländerinnen und -ausländer), und nicht, wie in unserer ursprünglichen Pressemitteilung angegeben, um alle ausländischen Erstsemester.

Im Studienjahr 2020 haben sich insgesamt rund 41 800 Studierende erstmals an hessischen Hochschulen eingeschrieben. Das waren 3,4 Prozent weniger als im Jahr 2019. Bei den einzelnen Studierendengruppen waren die Rückgänge unterschiedlich hoch. Die Zahl der deutschen Erstsemester blieb mit 33 700 Studierenden im Jahr 2020 gegenüber 33 500 im Jahr 2019 nahezu unverändert: Sie stieg um 0,5 Prozent.

Weniger Erstimmatrikulierte aus dem Ausland im Corona-Jahr 2020
Bei den ausländischen Erstsemestern unterscheidet man zwischen zwei Gruppen. Die sogenannten Bildungsinländerinnen und -inländer erwarben ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland. Aus dieser Gruppe schrieben sich rund 1 600 Studierende im Jahr 2020 zum ersten Mal ein. Die sogenannten Bildungsausländerinnen und -ausländer erhalten ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland. Aus dieser Gruppe immatrikulierten sich im vergangenen Jahr 6 500 Studierende erstmalig an einer hessischen Hochschule und damit 18,7 Prozent weniger als 2019.

Herkunft der Bildungsausländerinnen und -ausländer
Der erhebliche Rückgang von erstimmatrikulierten Bildungsausländerinnen und -ausländern an hessischen Hochschulen im Jahr 2020 hängt mit der Corona-Pandemie zusammen. Am stärksten nahm die Zahl der Erstsemester aus China (minus 230) und den Vereinigten Staaten (minus 180) ab. Doch auch aus den EU-Mitgliedsstaaten kamen 2020 insgesamt 330 weniger Bildungsausländerinnen und -ausländer als im Jahr 2019 zum Studienbeginn nach Hessen.

Trotz des starken Rückgangs der Erstsemester aus China stammten auch im Jahr 2020 immer noch die meisten Bildungsausländerinnen und -ausländer aus diesem Land (860 Studierende). Die am zweithäufigsten vertretene Nationalität waren Inderinnen und Inder (490 Studierende), gefolgt von Iranerinnern und Iranern (320 Studierende). Aus den EU-Mitgliedsstaaten stammten insgesamt rund 1 000 Bildungsausländerinnen und -ausländer im 1. Hochschulsemester.

Hinweis:
Als Studienanfängerinnen und -anfänger bezeichnet man Studierende, die sich erstmals an einer hessischen Hochschule eingeschrieben haben und zuvor noch nicht an einer anderen deutschen Hochschule immatrikuliert waren. Einige Bildungsausländerinnen und -ausländer unter den Erstsemestern haben schon Studienleistungen in ihrem Heimatland erbracht. Zu dieser Gruppe gehören auch Geflüchtete, die in ihren Herkunftsländern ihre Studienberechtigung erworben haben. Sie können sich unabhängig vom Stand ihres Asylverfahrens immatrikulieren. Das Studienjahr 2020 umfasst die Erstimmatrikulierten im Sommersemester 2020 und im darauffolgenden Wintersemester 2020/21.

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Auskünfte erteilt:
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