Erwerbstätigenzahl in den Bundesländern im zweiten Quartal 2021

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Zahl der Erwerbstätigen in einzelnen Bundesländern wieder zugenommen. Im zweiten Quartal 2021 verzeichnete Berlin mit einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bundesweit den größten Zuwachs. Das Saarland hingegen meldete mit einem Minus von 0,7 Prozent unter allen Bundesländern den höchsten Rückgang der Erwerbstätigenzahlen.

Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich in den Ländern der Bundesrepublik im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal unterschiedlich entwickelt. Die Veränderungsraten lagen zwischen minus 0,7 Prozent im Saarland und plus 1,1 Prozent in Berlin. Wie der Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, blieb die Erwerbstätigenzahl im deutschlandweiten Durchschnitt nahezu konstant.

Vergleicht man die Entwicklung in den westdeutschen und den ostdeutschen Ländern (jeweils ohne Berlin), so ergaben sich im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal so gut wie keine Veränderungen. 2020 hatte es in den westdeutschen und ostdeutschen Ländern (jeweils ohne Berlin) im zweiten Quartal noch einen Rückgang um 1,1 bzw. 1,6 Prozent gegeben. Berlin verzeichnete im zweiten Quartal 2021 einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Im Vergleichsquartal 2020 war die Zahl der Erwerbstätigen im Stadtstaat noch um 0,8 Prozent zurückgegangen.

Im zweiten Quartal 2021 hatten im Durchschnitt 36,73 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in den westdeutschen Ländern (ohne Berlin). Der Anteil der westdeutschen Länder (ohne Berlin) an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland betrug damit 82,1 Prozent. In den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) waren 5,92 Millionen Menschen erwerbstätig (13,2 Prozent). 2,07 Millionen oder 4,6 Prozent aller Erwerbstätigen hatten ihren Arbeitsplatz in Berlin.

Hinweis:

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 17. August 2021 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das zweite Quartal 2021 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Quartale der Jahre 2017 bis 2020 überarbeitet. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit finden Sie auf der Internetseite des AK ETR.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Differenzen zu 100 Prozent können durch Rundungen entstehen.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Mario Tränkle
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de