Hessischer Kfz-Handel im Juli 2020: 6,8 Prozent Umsatzplus gegenüber Vorjahresmonat

Im Juli 2020 meldete der hessische Kfz-Handel ein preisbereinigtes Umsatzplus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Juli 2019. Deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete insbesondere der Wirtschaftszweig, der den Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör sowie die Instandhaltung und Reparatur von Krafträdern umfasst.

Nachdem die preisbereinigten Umsätze in den Monaten Februar bis Mai 2020 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat noch gesunken waren, sind sie im Juni 2020 bereits wieder moderat angestiegen (plus 1,0 Prozent). Für Juli 2020 meldete der hessische Kfz-Handel nun ein preisbereinigtes Umsatzplus in Höhe von 6,8 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Anstieg lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass die Produktion von Kraftfahrzeugen im zweiten Quartal 2020 verringert war und sich die Auslieferung von Fahrzeugen an die Kfz-Händler verzögerte. Auch die Reduktion der Mehrwertsteuer könnte sich positiv auf die Entwicklung ausgewirkt haben.

Preisbereinigter Umsatz im hessischen Kfz-Handel: Juli 2020 gegenüber Juli 2019

Beim Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör sowie bei der Instandhaltung und Reparatur von Krafträdern gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat ein preisbereinigtes Umsatzplus in Höhe von 37,9 Prozent. Im Bereich des Handels mit Kraftwagen stiegen die Umsätze um 8,1 Prozent. Dagegen verzeichnete sowohl die Branche Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen (minus 3,0 Prozent) als auch der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör (minus 1,8 Prozent) sinkende Umsatzzahlen gegenüber dem Niveau des Vorjahresmonats.

Entwicklung des preisbereinigten Umsatzes im hessischen Kfz-Handel

Beschäftigung
Insgesamt sank die Zahl der tätigen Personen im hessischen Kfz-Handel im Juli 2020 im Vergleich zum Juli 2019 um 1,8 Prozent. Dabei reduzierte sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten deutlich um 9,0 Prozent, während die Vollzeitbeschäftigung um 0,4 Prozent anstieg.

Hinweis: Die Konjunkturstatistik des Kfz-Handels erhält ihre Daten aus zwei verschiedenen Quellen (sogenanntes Mixmodell). So sind zum einen alle Unternehmen (rechtliche Einheiten) ab 10 Millionen Euro Jahresumsatz und/oder 100 Beschäftigten meldepflichtig. Zum anderen werden die Daten von kleineren Einheiten aus Verwaltungsdaten generiert.

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