Hessische Gewerbesteuereinnahmen im ersten Halbjahr 2021 näherten sich Vorkrisenniveau wieder an

Die hessischen Kommunen haben im ersten Halbjahr 2021 ein Gewerbesteueraufkommen von 2,76 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahrszeitraum stiegen die Gewerbesteuereinnahmen um 28,0 Prozent an und näherten sich vor allem durch hohe Einnahmen im ersten Quartal 2021 (1,50 Milliarden Euro) wieder dem Vorkrisenniveau an. Etwas mehr als die Hälfte des gewerbesteuerlichen Aufkommens in Hessen erzielten die kreisangehörigen Gemeinden (52,2 Prozent).

Die hessischen Kommunen generierten im ersten Halbjahr 2021 Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,76 Milliarden Euro. Das entspricht in etwa dem Niveau des ersten Halbjahres 2019 (2,83 Milliarden Euro). Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 – das maßgeblich vom Beginn der Corona-Pandemie beeinträchtigt war – stiegen die Einnahmen um 28,0 Prozent bzw. 602,4 Millionen Euro. Während rund zwei Drittel der insgesamt 422 hessischen Kommunen jeweils ihr Gewerbesteueraufkommen in der ersten Jahreshälfte 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen konnten, waren es gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 weniger als die Hälfte der hessischen Kommunen (46,1 Prozent), die ihr Aufkommen im ersten Halbjahr 2021 jeweils steigerten.

Kreisfreie Städte

Die Stadt Frankfurt am Main – Hessens wirtschaftliches Zentrum – erzielte im ersten Halbjahr 2021 mit 935,6 Millionen Euro rund ein Drittel (33,9 Prozent) der gesamten hessischen Gewerbesteuereinnahmen. Das waren 232,7 Millionen Euro mehr als im ersten Halbjahr 2020 (702,9 Millionen Euro) und 110,9 Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2019 (1,05 Milliarden Euro). Den Großteil (61,9 Prozent) der Gewerbesteuern aus dem ersten Halbjahr 2021 nahm die Mainmetropole im ersten Quartal 2021 ein (579,5 Millionen Euro).

In den kreisfreien Städten Offenbach am Main, Wiesbaden und Kassel, die zusammen ein Gewerbesteueraufkommen von 282,1 Millionen Euro verzeichneten, waren die Einnahmen im ersten Quartal 2021 (Offenbach am Main: 25,8 Millionen, Wiesbaden: 78,9 Millionen Euro, Kassel: 46,4 Millionen Euro) höher als im zweiten Quartal (Offenbach am Main: 18,6 Millionen, Wiesbaden: 71,7 Millionen Euro, Kassel: 40,7 Millionen Euro). In Darmstadt hingegen war die Entwicklung gegenläufig: Im ersten Halbjahr 2021 nahm die Stadt 98,9 Millionen Euro ein, wovon sie 30,5 Millionen Euro im ersten Quartal und 68,4 Millionen Euro der Gewerbesteuern im zweiten Quartal verzeichnete.

Kreisangehörige Gemeinden

Der Anteil der Gewerbesteuereinnahmen der kreisangehörigen Gemeinden an den gesamten Gewerbesteuereinnahmen Hessens belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf 52,2 Prozent (1,44 Milliarden Euro). Wie die meisten kreisfreien Städte verzeichneten die kreisangehörigen Gemeinden im ersten Quartal 2021 mit 734,8 Millionen Euro höhere Gewerbesteuereinnahmen als im zweiten Quartal 2021 (704,5 Millionen Euro).
 

Hinweis:

Bei den in dieser Pressemitteilung betrachteten Gewerbesteuereinnahmen handelt es sich um die Gewerbesteuervorauszahlungen (brutto), die ohne Abzug der Gewerbesteuerumlage erfolgt sind.

Weitere Zahlen und Informationen zu den Gewerbesteuereinnahmen in Hessen im ersten Halbjahr 2021 erhalten Sie auf unserer Fachseite sowie in unseren Tabellen zu den „Einzahlungen aus der Gewerbesteuer (brutto) der hessischen Gemeinden“.

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