Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Mai 2020 weiter gestiegen, jedoch weniger stark als im Vormonat April

Zum vierten Mal in Folge beantragten mehr Unternehmen Insolvenzverfahren bei hessischen Gerichten. Der Anstieg ist dabei im Vergleich zum Vormonat jedoch geringer.

Für den Mai 2020 weist die monatliche Insolvenzstatistik 135 beantragte Insolvenzverfahren von Unternehmen in Hessen aus. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden weiter mitteilt, wurden hiervon 86 Verfahren eröffnet und 49 mangels Masse abgewiesen. Dabei ist eine Steigerung der beantragten Unternehmensinsolvenzen um 3,1 Prozent gegenüber April 2020 und um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2019 festzustellen. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen beläuft sich im Mai 2020 auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

Die Grafik zeigt zum vierten Mal in Folge einen Anstieg der Insolvenzverfahren. Im Mai ist er im Vergleich zum Vormonat April geringer:

Monatliche Unternehmensinsolvenzen in hessen 2019/2020

Hinweis: Am 16. März 2020 gab das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bekannt, dass die Pflicht zur Insolvenzantragsstellung für Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie geschädigt sind, bis zum 30. September 2020 ausgesetzt wird.

Auskünfte erteilt:
Kontakt Dr. Benjamin Hampf
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E-Mail: Benjamin.Hampf@statistik.hessen.de