Erwerbstätigenzahl in Hessen 2016 auf Rekordniveau — Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder"

Die Erwerbstätigenzahl erreichte 2016 in Hessen erneut ein Rekordniveau. Im Jahresdurchschnitt hatten 3,37 Millionen Personen ihren Arbeitsort in Hessen. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, entstanden im Jahresdurchschnitt 2016 rund 35 100 neue Arbeitsplätze. Dies entsprach einem Zuwachs von 1,1 Prozent. Damit setzte sich der seit über 10 Jahren andauernde Trend fort. Die Zunahme fiel im Jahr 2016 geringfügig höher aus als im Jahr 2015 (plus 0,9 Prozent). Sie lag auch leicht über der gesamtdeutschen Entwicklung (plus 1,0 Prozent). Im Ländervergleich verzeichneten Brandenburg, Bayern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin ein stärkeres Wachstum.

Die größte Gruppe innerhalb der Erwerbstätigen ist die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wie schon in den Vorjahren trug diese Gruppe maßgeblich zum Beschäftigungsaufbau im Jahr 2016 bei. Wichtigster Wachstumsmotor 2016 war der Dienstleistungsbereich. Hier entstanden im Vergleich zum Jahr 2015 über 32 700 neue Arbeitsplätze (plus 1,3 Prozent).

Rund 78 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen waren 2016 im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Im Einzelnen verzeichneten die Bereiche „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen“ eine Zunahme von 1,4 Prozent (9500 Erwerbstätige), „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ eine Zunahme von 1,3 Prozent (13 200 Erwerbstätige) sowie „Handel, Verkehr, Gastgewerbe; Information“ einen Zuwachs von 1,1 Prozent (9900 Erwerbstätige).

Im Produzierenden Gewerbe (einschl. Baugewerbe) waren rund 21 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen beschäftigt. Die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Bereich nahm im Vergleich zum Jahr 2015 um 0,6 Prozent oder 3900 Erwerbstätige zu. Rund 1 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen war 2016 in der „Land- und Forstwirtschaft; Fischerei“ tätig. Im Vergleich zum Vorjahr sank hier die Zahl der Erwerbstätigen um 4,9 Prozent oder rund 1500 Personen.

Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.aketr.de abgerufen werden.

Methodischer Hinweis

Bei den hier vorgelegten Länderergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 02.01.2017 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbstständige, einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de