8500 Personen mit „Meister-BAföG“ bei beruflicher Weiterqualifikation unterstützt

Im Jahr 2015 erhielten in Hessen 8470 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, absolvierten 4040 Geförderte eine Vollzeit- und 4430 eine Teilzeitausbildung. Insgesamt betrachtet waren die Geförderten in einer Vollzeitausbildung jünger als diejenigen, die sich in einer Teilzeitmaßnahme befanden. 82 Prozent der Geförderten in einer Vollzeitausbildung waren jünger als 30 Jahre, in einer Teilzeitausbildung waren es 58 Prozent.

Unter den nach AFBG Geförderten dominierten nach wie vor die Männer. Ihr Anteil betrug 70 Prozent. Am häufigsten gefördert wurden Männer, die eine Fortbildung zum Industriemeister Metall, Kraftfahrzeugtechnikermeister oder staatlich geprüften Maschinenbautechniker absolvierten. Bei den nach AFGB geförderten Frauen waren die staatlich anerkannte Erzieherin, die Wirtschaftsfachwirtin und die Friseurmeisterin am stärksten besetzt. 

Die Summe der bewilligten Förderleistungen lag bei 31,2 Millionen Euro. Sie setzte sich aus 10,1 Millionen Euro Zuschuss und 21,1 Millionen Euro Darlehen zusammen. Von den bewilligten Förderleistungen wurden 27 Millionen Euro in Anspruch genommen.

Hinweis

Mit der Förderung nach dem AFBG (Meister-BAföG) werden Handwerker und andere Fachkräfte unterstützt, die eine abgeschlossene Erstausbildung haben und eine berufliche Weiterbildung bis zum Meister oder einer vergleichbaren Qualifikation (z. B. Fachwirt/-in oder Techniker/-in) absolvieren. Eine Förderung kann zum einen aus einem einkommens- und vermögensunabhängigen Maßnahmebeitrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bestehen. Zum anderen können Geförderte in Vollzeitmaßnahmen einen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt erhalten, der einkommens- und vermögensabhängig ist. 2015 lag der Betrag bei bis zu 697 Euro für Alleinstehende und bis zu 912 Euro für Verheiratete. Für jedes Kind erhöhte sich der Beitrag um 210 Euro. Durch eine Gesetzesänderung werden die Beträge im laufenden Jahr steigen.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Charlotte Pfeil
Telefon: 0611 3802-355
E-Mail: hochschulstatistik@statistik.hessen.de