Hessische Treibhausgasemissionen auf niedrigstem Stand seit 2014

Mit 38,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten sind die hessischen Treibhausgasemissionen im Jahr 2018 so niedrig gewesen wie zuletzt im Jahr 2014. Gegenüber dem Vorjahr 2017 sanken die Emissionen um 5,1 Prozent, gegenüber dem Basisjahr 1990 reduzierten sie sich um fast ein Viertel.

Die hessischen Treibhausgasemissionen lagen im Jahr 2018 mit 38,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten auf dem Niveau von 2014, dem Jahr mit den niedrigsten Emissionen seit 1990. Im Vergleich zu 2017 reduzierten sich die Emissionen um 5,1 Prozent, gegenüber dem Basisjahr 1990 fielen sie um 24,5 Prozent. Die Hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen in Hessen bis 2020 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

Der Emissionsrückgang im Jahr 2018 ist überwiegend auf drei Gründe zurückzuführen. Zum einen war der Verbrauch von Heizöl und Erdgas zu Heizzwecken in den hessischen Haushalten, aber auch im Wirtschaftsbereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen geringer. Dafür war vor allem die Witterung verantwortlich: Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes war das Jahr 2018 wärmer als das langjährige Mittel, sodass weniger fossile Energieträger zum Heizen benötigt wurden und somit der CO2-Ausstoß merklich sank. Darüber hinaus reduzierte sich der Einsatz von Steinkohle in den hessischen Kraftwerken der allgemeinen Versorgung ebenso wie der Verbrauch von Otto- und Dieselkraftstoffen im Straßenverkehr.

Detaillierte Ergebnisse der Treibhausgasbilanz finden Sie in unserem Statistischen Bericht „Treibhausgasbilanz für das Land Hessen – Bilanzjahr 2018“, der im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt wurde. Alle Publikationen des Bereiches Energie (einschl. Treibhausgasemissionen) finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Treibhausgasemissionen erhalten Sie auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Grafik zur Energiestatistik, Treibhausgasemissionen 2018

Hinweis:

Die Treibhausgasbilanz für das Land Hessen basiert ausschließlich auf modellhaften Berechnungen. Es werden keine Messwerte der Emissionen von Emittenten, wie Kraftwerken, Anlagen oder Fahrzeugen, herangezogen. Die Ermittlung erfolgt auf der Grundlage eines Berechnungsmodells, welches sich auf die durch menschliches Handeln (Wirtschaft, Konsum) verursachten Emissionen konzentriert.

Um die Gesamtemissionen aller Treibhausgase zu berechnen, erfolgt eine Darstellung in CO2-Äquivalenten. Die Emissionsmengen von Methan und Lachgas werden dafür anhand ihrer Klimawirksamkeit („Global Warming Potential“, GWP) gewichtet. Das GWP bildet die mittlere Erwärmungswirkung des entsprechenden Stoffes in der Atmosphäre über einen bestimmten Zeitraum ab. Bezogen wird der Wert auf die Klimawirksamkeit von CO2, welches als Referenzsubstanz gilt. Die Emissionsmengen von Methan werden mit einem GWP von 25, die von Lachgas mit einem GWP von 298 gewichtet.

Das außergewöhnlich niedrige Niveau der hessischen Treibhausgasemissionen im Jahr 2014 war unter anderem darauf zurückzuführen, dass das große Steinkohlekraftwerk Staudinger 5 wegen Reparaturarbeiten längere Zeit stillstand.

Weitere Auskünfte erhalten Sie von Herrn Tobias Lentz

Telefon: 0611 3802-463

E-Mail: tobias.lentz@statistik.hessen.de